Schweizer Vorlesetag: “Hochdruck” auf Empfehlungsliste

Am 26. Mai findet der nächste Schweizer Vorlesetag statt: Zahlreiche Prominente motivieren zum Vorlesen, schweizweit werden zahlreiche Veranstaltungen in Bibliotheken usw. durchgeführt. Wir freuen uns, dass das Jugendbuch “Hochdruck” von Maxima Hampel in die Empfehlungsliste “Gute Vorlesebücher” aufgenommen wurde.

Ihr möchtet euren Jugendlichen am 26. Mai oder an einem anderen Tag vorlesen? “Hochdruck” eignet sich bestens dafür.

Caro ist die perfekte Tochter mit den perfekten Hobbys und den perfekten Noten. Gut ist nie gut genug. Besser muss es sein, immer besser. Als das nicht mehr geht, überschreitet Caro eine gefährliche Grenze.

Leseprobe und weitere Informationen

Geschlechterkategorien bei Jugendbüchern – Bye Bye?

Milena Eberhard (Stadtbibliothek Uster) hat in ihrer Bibliothek die Geschlechter-Kategorien abgeschafft. Was hat das ausgelöst? da bux hat bei Milena Eberhard nachgefragt:

Wie kamen Sie auf die Idee, als Experiment die Geschlechterkategorien abzuschaffen?
Milena Eberhard: Als ich vor drei Jahren die Stelle als Verantwortliche Marketing/Veranstaltungen in der Stadtbibliothek Uster antrat, fiel mir sofort auf, dass wir neben Kategorien wie “Abenteuer”, “Freundschaft” usw. auch die Kategorien “Mädchen”/”Jungen” hatten. Dieser Umstand irritierte mich. Literatur bzw. Autor*innen können doch gar kein spezifisches Geschlecht ansprechen, da es die Rezipient*innen selbst sind, welche sich angesprochen fühlen oder nicht. Beim genaueren Hinsehen zeigten sich dann massive Unterschiede bei den Covers, den Inhalten, den Titelheld*innen. Welche Faktoren sind es also, die Verlage, Bibliotheken, Buchhandlungen mit Mädchen/Jungen verbinden? Da ich eine praxisnahe Masterarbeit schreiben wollte, bot sich ein Experiment an. Mein Ziel war, nicht mit blosser Theorie zu argumentieren, sondern im besten Fall aussagekräftige Zahlen zu generieren. Die These dahinter war, dass wir die Kinder/Jugendlichen mit solchen Kategorien und dem Gender-Marketing leiten und sie selbst eigentlich freier auswählen würden.

Was hat das Experiment ausgelöst?
Tatsächlich konnte belegt werden, dass Kinder und Jugendliche 20% häufiger ein “geschlechtsuntypisches” Buch auswählen, wenn sie nicht wissen, dass es eigentlich ein “Mädchen-“/”Jungenbuch” ist. Die Tendenz in den Zahlen zeigte zudem, dass sich der Effekt verstärkt hätte, wenn das Experiment länger gelaufen wäre. Für Uster war der Fall klar: Die Kategorien wurden sofort abgeschafft. Die Zahlen und die Entscheidung der Stadtbibliothek Uster lösten dann ein grosses Medieninteresse in der Schweiz und in Deutschland aus. Natürlich wurde schon vor meiner Arbeit darüber geschrieben, dass in Kinderbüchern veraltete Geschlechterrollen zu finden sind und die Pink-Blau-Trennung immer noch ein grosses Thema ist. Aber statistisch signifikante Unterschiede sprechen dann doch eine eindeutige Sprache.
Für mich ist die deutlichste Message des Experiments: Wir können Kindern und Jugendlichen deutlich mehr zutrauen, als wir denken. Sie können mit modernen Rollenkonzepten und Held*innen umgehen, die ein anderes biologisches Geschlecht haben.

Sie haben nun dauerhaft die Geschlechterkategorien abgeschafft. Wie reagierte Ihr Team darauf?
Zu meiner Freude wurde durchwegs positiv auf die Abschaffung reagiert. Die Kategorien scheint niemand zu vermissen. Von unserer Kundschaft habe ich Mails erhalten, in denen das Experiment als sehr wichtig und die Abschaffung als toller Schritt bezeichnet wurden. In den Medien hingegen gab es in Kommentarspalten einige negative Kommentare. Diese zielten darauf ab, dass man Mädchen nicht Mädchen sein lässt und umgekehrt. Die Angst vor mehr Toleranz und Diversität darf uns aber nicht hindern und gerade als Bildungsinstitution sollten wir mit einer modernen und offenen Haltung vorangehen.

Wünschen Mädchen nicht eher Protagonistinnen und Jungs Protagonisten, da
sie sich mit einem Protagonisten des gleichen Geschlechtes besser
identifizieren?

Historisch gesehen kann diese Annahme leicht entkräftet werden. Blicken wir zurück auf die Geschichte der Kinderliteratur, sehen wir, dass es immer wesentlich mehr männliche Protagonisten gab. Gleichzeitig sind aber Mädchen die motivierteren Leserinnen. Die männlichen Helden hielten sie also nicht vom Lesen ab. Das Problem mit der Identifikation erschaffen und verstärken wir, indem wir die Unterschiede zwischen den Geschlechtern so stark betonen. Wenn weibliche Heldinnen tolle Abenteuer erleben, lesen das auch Jungs gerne (Ronja Räubertochter, Rote Zora etc.). Da aber “typische Mädchenbücher” vermehrt um den Alltag kreisen, erleben ihre Protagonistinnen logischerweise weniger Abenteuer als ihr Pendant.

Geschlechterkategorien ist das eine, stereotype Darstellungen von Mädchen
und Jungs ist das andere: Wäre ein Umdenken hierbei nicht noch viel
wichtiger?

Auf jeden Fall. Die Abschaffung der Kategorien ist ein erster Schritt. Die Bücher existieren aber noch. Das Gender-Marketing ist mächtig. Die Farbcodes (Pink und Blau) beeinflussen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Eine Abschaffung dieser Art von Literatur oder Vermarktung zu fordern, grenzt aber an Zensur. Das kann nicht der richtige Weg sein. Vielmehr müssen interessantere Alternativen geschaffen werden. Hierbei hinken die männlichen Protagonisten mittlerweile sogar etwas hinterher. Es wurde versäumt, spannende und diverse Helden zu kreieren, wohingegen die Heldinnen immer mehr im Vormarsch sind.

Viele Bibliothekar*innen und Lehrpersonen suchen nach Ideen, Möglichkeiten, Strategien … um besonders Jungs zum Lesen zu motivieren. Was empfehlen Sie?
Die Jungs sind mittlerweile und stark durch die PISA-Studien zu unseren Sorgenkindern geworden. In der Forschung werden aber die gefälligen “Jungenbücher” kritisch betrachtet. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Kultur der Niederschwelligkeit. Will heissen, dass uns alles Recht ist, solange die Jungs überhaupt irgendetwas lesen. Diese Herangehensweise wird aber als wenig nachhaltig betrachtet, da diese Art von Geschichten oft mit Stereotypen arbeiten – der coole, faule und freche Junge z.B. In gemischten Klassenverbänden zeigt sich, dass die Lesepräferenzen sich durch die gemeinsame Lektüre immer mehr angleichen. Ich bin also wirklich fest davon überzeugt, dass wir Jungen und Mädchen viel mehr zutrauen können, als wir denken. Sie sollten mit möglichst unterschiedlichen Inhalten in Berührung kommen, sie dürfen auch mal irritiert werden.  
Was erwiesenermassen einen grossen Effekt auf die Lesefreude von Jungen hat, sind männliche, lesende Vorbilder. Damit bekommt das Lesen eine positive Prägung. Darum: Brüder, Väter, Freunde, Cousins – lest euren Kindern vor!

“Hau ab, Bruderherz” jetzt auch auf Ungarisch

Leseförderung in Ungarn: das da bux-Buch “Hau ab, Bruderherz” von Franco Supino wurde von UGK (Budapest) auf Ungarisch übersetzt. Das Buch ist ab sofort im ungarischen Buchhandel erhältlich. da bux wünscht den Jugendlichen in Ungarn viel Freude mit der Geschichte!

In Tobis Land haben junge Menschen keine Zukunft. «Hau ab, Bruderherz!», sagt sein Bruder Willi zu ihm. Aber das ist nicht einfach. Weil alle überwacht werden. Und weil Tobi seine Familie zurücklassen muss.

Weitere Informationen zum Buch

Weitere Informationen zur Ungarischen Übersetzung

Hau ab, Bruderherz!

Virtuelle Lesungen – funktioniert das?

Begegnungen mit Jugendbuch-Autor*innen trotz Abstandregeln? Viele da bux-Autor*innen liessen sich in diesem Jahr auf Experimente ein, um Jugendliche fürs Lesen zu motivieren: Eine virtuelle Schullesung – funktioniert das und macht das Sinn?

«Keine simple Videoberieselung»

«Für mich stand von Anfang an fest: Virtuelle Lesungen dürfen keine simple Videoberieselung sein, quasi ein Unterhaltungsprogramm in schlechter Bildqualität. Meine erste Lesung war dann auch ein Testlauf. Kann eine Online-Lesung die Chance auf einen regen Austausch rund um das Schreiben und meinen Beruf Autorin sein, ein Eintauchen in meine Texte, ein Blick hinter die Kulissen? Dank einer tollen Klasse war die Antwort ein klares Ja. Deshalb mache ich mittlerweile regelmässig und mit viel Freude Online-Lesungen. Voraussetzung: Ich arbeite nur mit vorbereiteten Klassen. Die Jugendlichen wissen, wer ich bin, was und wie ich schreibe, und sie haben Fragen vorbereitet, die gerne auch fordernd und kritisch sein dürfen. Das führt häufig zu intensiven (virtuellen) Begegnungen mit sehr persönlichen Einblicken. Ich gestehe, ich geniesse diese Art von Lesung ungemein. Das einzig Negative: Ich bin Technikbanausin und meistens klemmt irgendwas. Deshalb ist es wichtig, dass die verantwortlichen Lehrpersonen und ich frühzeitig vor dem Lesungsstart checken, ob alles funktioniert.»

Alice Gabathuler

«Blick hinter die Kulissen»

«Bei einer virtuellen Schullesung sehen die Jugendlichen etwas, das ich sonst niemandem zeige: Mein Büro. Und das möglichst authentisch, deshalb – daran halte ich mich immer – räume ich vor der Lesung selbstverständlich nicht auf! Doch bevor ich die Kamera in die Hand nehme und ihnen meinen Arbeitsplatz präsentiere, spiele ich den Schüler*innen den Ball zu: Wie stellt ihr euch den Arbeitsplatz eines Autoren vor? Was ist dort zu finden, was nicht? Welche Atmosphäre ist wichtig, um auf gute Ideen zu kommen? Danach wird das Geheimnis gelüftet. Ich zeige ihnen, wie ich im kreativen Chaos Ideen finde, meine Notizbücher, meine Skizzen … Natürlich lese ich auch aus meinen Büchern vor, aber viel weniger als bei einer Lesung vor Ort. Stattdessen nutzen wir die Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen: Die Jugendlichen dürfen mich mit Fragen löchern – und auch ich frage sie aus. Denn Begegnungen mit Jugendlichen sind für mich immer eine Chance, mehr über ihre Gedanken, Gefühle, Hoffnungen und Visionen zu erfahren. Und oft bekomme ich dabei viele neue Ideen für meine nächsten Projekte. Das funktioniert auch bei virtuellen Lesungen sehr gut 🙂 Selbstverständlich: Virtuelle Lesungen können Lesungen vor Ort nicht ersetzen. Aber zwischendurch oder in aussergewöhnlichen Zeiten sind sie eine gute Möglichkeit für die Leseförderung.»

Stephan Sigg

Nachwuchsförderung: Jugendbuch-Premiere von Maxima Hampel

Maxima Hampel / da bux Verlag

“Wir wollen auch den Nachwuchs fördern!”, haben wir uns schon bei der Verlagsgründung vorgenommen. Mit der Edition 5, die im September erscheint, präsentiert der da bux Verlag die erste Jungautorin. Kriterium für unsere Jungautor*innen ist nicht: “Boah, schreibt die gut für ihr Alter.” Sondern: “Boah, schreibt die gut. Punkt. Ohne Zusatz.”

Vor einiger Zeit sind wir auf die Texte von Maxima Hampel (17) aus dem St.Galler Rheintaler aufmerksam geworden. Unser Lektorat hat sie über einen längeren Zeitraum begleitet. Wir freuen uns, dass sie bei da bux ihr Jugendbuchdebüt “Hochdruck” veröffentlicht – eine Geschichte mitten aus dem Alltag von Jugendlichen. Wir sind überzeugt: Von Maxima Hampel wird man noch viel hören – und vor allem lesen!

Zu Maxima Hampel:

Die Rheintalerin hat immer viel gelesen und sortiert ihre Bücher gerne in ein grosses Bücherregal. Mit 15 fiel ihr auf, dass auf keinem der Bücher ihr Name steht. Also schrieb sie eins. Ausserdem mag sie Mode und gutes Essen.

Infos zum Buch “Hochdruck”

Methoden Leseförderung Oberstufe

20 da bux Bücher = 20 x kreative Leseförderung

  1. 20 Bücher – originell präsentiert – sind ein Eyechatcher, der neugierig gemacht. Präsentieren Sie die Gesamtedition kreativ. Wenn alle 20 Bücher nebeneinander im Regal stehen, auf dem Tisch liegen, in einem Korb liegen usw., sorgt das für mehr Aufmerksamkeit – sie machen neugierig.
  2. Bekleben Sie die Bücher mit passenden Keywords / Emotionen (z.B. Gewalt, Fitness, Influencer, Fussball …)
  3. Die SuS haben die Wahl: Sie können sich für jenes Buch entscheiden, das sie am meisten interessiert.
  4. Alle bekommen ein Buch – eine andere Person soll es lesen: Alle versuchen, ihr/sein* Buch an anderen schmackhaft zu machen. Wichtig: Übertreibungen usw. sind nicht erlaubt – alle bleiben bei der Wahrheit
  5. Jeder erhält ein Buch, liest es und schreibt anschliessend eine Empfehlung für das Buch: Worum geht es? Was ist das Besondere an diesem Buch? Die Bücher können mündlich oder schriftlich vorgestellt werden. Jeder wählt nun ein Buch, das ihn aufgrund der Empfehlung am meisten angesprochen hat, aus und liest es.
  6. Jeder liest ein Buch und schreibt eine Zusammenfassung (wichtig: Darin darf der Titel nicht vorkommen) – jeder liest die Zusammenfassung vor, alle erhalten eine Klassenliste. Sie versuchen zu erraten, wer welches Buch gelesen hat.
  7. SuS bekommen Blatt mit Covern OHNE Titel und die Liste mit den Titeln => welcher Titel passt zu welchem Cover (kann man auch mit den Klappentexten machen)
  8. Obige Übung erweitern: Erfinde eigene Titel aufgrund der Cover / der Klappentexte
  9.  SuS schauen sich die Umschläge an und finden zu jedem Buch drei Hashtags. (Gewalt / Liebe / Sex / usw.)
  10.  SuS notieren sich drei Hashtags, die zu einem Buch passen würden, das sie gerne lesen würden. Mit dieser kleinen Liste schauen sie sich die ausgestellten Bücher an und suchen eins (oder mehrere), die aufgrund von Cover/Titel und Klappentext passen könnten.
  11.  SuS lesen Autorenportraits und schreiben ein Portrait in der gleichen Art über sich.
  12. Ein amüsanter Ratespass: SuS erhalten die Autorenportraits und versuchen aufgrund der Portraits herauszufinden, wer welches Buch geschrieben hat
  13.  Nummerieren Sie die Bücher. Die Jugendlichen ziehen einen Zettel, darauf ist die Nummer des Buches, das sie lesen werden, zu finden.
  14. Jeder erhält ein Buch und schlägt spontan eine Seite auf und liest 3-4 Sätze daraus laut vor. Danach wählt jeder ein Buch aus, das sie am meisten angesprochen hat.
  15. Platzieren Sie die Bücher an verschiedenen Plätzen im Schulzimmer (mit dem Klappentext nach oben). Die Jugendlichen spazieren herum und lesen die Klappentexte. Sie machen auf einem Blatt ihre Top 20: Welches Buch interessiert sie am meisten? Anschliessend werden die Bücher verteilt.
  16. Packen Sie alle Bücher mit altem Zeitungspapier ein und schreiben Sie mit einem dicken Filzstift das Thema des Buches oder eine zentrale Emotion darauf. Alle wählen ein Buch aus.
  17. Alle lesen ein Buch. Anschliessend stellt jeder sein Buch kurz vor. Die Klasse überlegt gemeinsam, welches Buch am besten in welche Kategorie passt, z.B. 1) Abenteuer 2) Mut 3) Identität/ Ich / Wer bin ich? 4) Zukunft
  18. Legen Sie für jedes Buch ein Symbol oder Foto (z.B. Sportschuhe, Torte, Weltkugel) in die Mitte. Die Jugendlichen wählen das Symbol, das sie am meisten anspricht aus (sie begründen ihre Wahl). Danach erhalten sie das passende Buch.
  19. SuS wählen ein Buch aus und gestalten dazu – ohne das Buch gelesen zu haben – ein Reel für Insta oder einen TikTok Clip.
  20. Gleiche Übung wie oben, aber nach dem Lesen

(Liste: Alice Gabathuler / Stephan Sigg)

TV-Moderator Marco Fritsche liest aus “Totsch”

Beim “Schweizerischen Vorlesetag” (27. Mai 2020) machen Promis mit Online-Lesungen Lust auf Lesen und Vorlesen. Wir freuen uns, dass sich TV-Moderator Marco Fritsch für das da bux-Buch “Totsch” von Sunil Mann entschieden hat. Die Lesung wird im Bücherladen Appenzell aufgezeichnet. Sie kann auf YouTube mitverfolgt werden:

“Krawallnacht” für Buchpreis Bookstar nominiert

Jugendjurys aus der ganzen Schweiz haben unter allen Jugendbuch-Neuerscheinungen ihre 20 Lieblingsbücher des Jahres ausgewählt – und “Krawallnacht” von Alice Gabathuler ist mit dabei. Eine besondere Auszeichnung!

Ab 1. Mai können Jugendliche aus der ganzen Schweiz die 20 Bücher bewerten. Das Buch mit der besten durchschnittlichen Sterne-Bewertung wird zum BOOKSTAR des Jahres und wird mit dem begehrten goldenen BOOKSTAR-Stempel gewürdigt. Die KIM-Auszeichnung wird vom Vorstand von Kinder- und Jugendmedien Zürich an das aus Erwachsenensicht wertvollste Jugendbuch der Bookstar-Nominierten vergeben.

Der Wettbewerb wird von Bibliotheken in der ganzen Schweiz begleitet.

Zum Voting

«Krawallnacht» Alice Gabathuler

2 Bücher – 1 Geschichte:

Buch Alina > Sie fährt zu ihrem ersten Date mit Linus. Alles läuft perfekt. Doch dann bricht in der Stadt das Chaos aus. Gewalt, Zerstörung, Krawall. Mitten drin Alina und Linus. Als sie Zeugen eines brutalen Angriffs werden, müssen sie sich entscheiden: wegsehen oder eingreifen.

Buch Kilian > Er fährt mit seinem Freund Linus nach Luzern. Als in der Stadt das Chaos ausbricht, gerät er in einen Strudel aus Zerstörung und Gewalt. Kann er Linus retten? Und wenn ja, zu welchem Preis?

Weitere Informationen zu den “Krawallnacht”-Büchern und Leseprobe

Homeschooling mit da bux-Jugendbüchern

Sie suchen dringend Material und Arbeitsaufträge für Homeschooling?

Wir liefern trotz Corona. Bestellen Sie in unserem Onlineshop oder via Buchhandel (viele Buchhandlungen vor Ort bieten Heimlieferung an).

📝 Zu jedem Buch gibt es auf unserer Website #Arbeitsmaterial zum Download. Vieles davon ist perfekt geeignet für Einzelarbeit oder Austausch via Chat usw.

Zu den Downloads

Ideen Leseförderung im Fernunterricht / Distance Learning

Wir haben eine Liste mit Ideen und Methoden zusammengestellt.

So gelingt Leseförderung im Fernunterricht

Zusätzlich gibt es zu mehreren Büchern online interaktive Quiz – zum Beispiel für “Crash” von Petra Ivanov: Zuordnung Fremdwörter usw. oder “Fitness-Junkie” von Stephan Sigg

Interaktives Fragequiz “Crash”

Interaktives Fragequiz “Fitness-Junkie”

📬 Unser Tipp: Sie können den Jugendlichen ein Exemplar ganz bequem in einem C5-Umschlag nach Hause schicken – geht gerade noch als Brief durch.

“Sich nach jemanden sehnen, der unerreichbar ist”

Sunil Mann

Erstes Schweizer Coming-out-Jugendbuch macht Mut

In seinem Jugendbuch „Totsch“ erzählt der Aarauer Schriftsteller Sunil Mann die Comingout-Geschichte eines Schweizer Jugendlichen. Es ist das erste Schweizer Jugendbuch, das sich an dieses Thema heranwagt.

Olaf bezeichnet sich selbst als „Totsch“. Der Berufsschüler ist ein unbedarfter Trampel. Vor allem wenn es um die Suche nach sich selber geht. Oft spricht er, bevor er denkt und tritt immer wieder in ein Fettnäpfchen. Und da ist Yannick im Nachbarhaus, den Olaf schon seit einiger Zeit heimlich beobachtet. Sunil Mann hat sich einen besonderen Kniff einfallen lassen: In den ersten Kapiteln wird nicht deutlich, ob der Protagonist weiblich oder männlich ist. „Damit möchte ich sichtbar machen, dass dieses Sehnen nach jemandem bei allen gleich ist und auch gar nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat.“ Der 47-Jährige Autor, geboren und aufgewachsen im Berner Oberland, hat sich bewusst entschieden, sein erstes Jugendbuch den Themen Identitätssuche, Sehnsucht und Coming-Out zu widmen: „Ich wollte über etwas schreiben, zudem ich einen persönlichen Bezug habe. Die Jugendlichen heute wachsen zwar in einer ganz anderen Zeit auf.“ Das Internet habe vieles einfacher gemacht. „Aber auch im Smartphone-Zeitalter sind Jugendliche, die mit ihrer sexuellen Orientierung nicht der Mehrheit entsprechen, noch immer mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert.“

Über Vorurteile diskutieren

Sunil Mann wendet sich mit seinem Buch besonders auch an leseschwache Jugendliche. Er hat eine Sprache gewählt, die auch junge Leserinnen und Leser packt, die sich mit Lesen schwer tun. Das Buch ist nur 65 Seiten dick. Er hofft, dass das Buch auch als Klassenlektüre zum Einsatz kommt: „Es war schon immer eine große Chance, sich mit einer Geschichte einem Thema anzunähern“, so Sunil Mann, „statt Fakten und Theorie lernt man einen konkreten Menschen und seine Gefühle kennen. Ich hoffe, dass nach der Lektüre in den Klassen diskutiert wird: über Homosexualität, Vorurteile und Homophobie.“ Medienberichte zeigen, dass homophobe Beleidigungen und Übergriffe wieder zunehmen. Gerade deshalb sei es wichtig, in den Schulen das Thema nicht auszublenden, sondern darüber zu sprechen. „Ich bin froh, dass der Verlag zusätzlich als Download Arbeitsmaterial zum Buch und zu Homophobie anbietet, so bekommen die Lehrpersonen viele Anregungen, wie sie die Geschichte und das Thema bearbeiten können.“ Auch wenn noch immer ein Tabu, erlebe Sunil Mann, dass Jugendliche offen und interessiert seien, über sexuelle Identitäten zu sprechen. „Ich kann die Lehrpersonen nur ermutigen, das Thema aufzugreifen.“

Mutig statt melancholisch

Auf eines hat Sunil Mann, der sich schon als Autor von Erwachsenen-Krimis weit über die Schweizer Grenze hinaus einen Namen gemacht hat, besonders Wert gelegt: „Coming-out-Bücher und -Filme sind oft von einer bitter-süßlich-melancholischen Grundstimmung geprägt. Ich wollte eine ganz andere Geschichte erzählen: Mein Protagonist ist alles andere als eine Opfer-Figur. Er lässt sich nicht unterkriegen, ist selbstbewusst. Er weiß, was er will und steht mit beiden Beinen im Leben. Nicht die Frage der sexuellen Orientierung macht ihm zu schaffen, sondern dass die Person, zu der er sich hingezogen fühlt, unerreichbar scheint.“ Die Geschichte spielt in der Agglomeration von Zürich und schildert den Alltag von Schweizer Jugendlichen. Olaf, leicht übergewichtet, entspreche nicht dem typischen Rollenbild. „Wenn Vorurteile abgebaut werden sollen, ist es wichtig, Jugendliche mit unterschiedlichen Rolemodels zu konfrontieren.“

Leseprobe “Totsch”

Buch bestellen

Unterrichtsideen “Totsch”

Jugendbücher-Talk im Aargauer Literaturhaus Lenzburg

Am 15. Oktober waren die drei AutorInnen der da bux Edition 4 zu Gast im Aargauer Literaturhaus. An einer rundum gelungenen Vernissage haben Petra Ivanov, Sunil Mann und Alice Gabathuler vor einem vollen Saal über das Schreiben ihrer Geschichten berichtet und daraus vorgelesen.

v.l.n.r.: Gastgeberin und Moderatorin Anne Wieser, Sunil Mann, Petra Ivanov, Alice Gabathuler

Anne Wieser vom Literaturhaus hat den Anlass moderiert und Fragen gestellt, und zwar nicht die üblichen Null-Acht-Fünfzehn-Fragen, sondern passgenaue, auf die Bücher zugeschnittene Fragen, was das Antworten zu einer anregenden, spannenden und zuweilen witzigen Angelegenheit machte, darunter zum Beispiel:

  • Warum ist „Krawallnacht“ nicht aus der Tätersicht geschrieben?
  • Wäre es nicht noch besser, wenn Homosexualität in Büchern nicht zum Thema gemacht wird, sondern als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, zum Beispiel indem im Buch einfach eines der Paare homosexuell ist?
  • Warum fiel die Wahl für den Protagonisten in „Sex-Ding“ auf einen muslimischen Jungen?

Das Publikum liess sich anstecken und fragte in der offenen Runde weiter. Dabei zeigte sich, dass Literatur Freude und Spass machen kann und darf, dass der Humor nie fehlen sollte (Beweisbild am Ende des Posts) – und dass Schreibtipps je nach Autor / Autorin SEHR verschieden ausfallen. Wir hoffen, die wunderbar wissbegierigen schreibenden Jugendlichen konnten trotzdem etwas aus der Lesung mit auf den Weg nehmen, und sei es auch nur die Erkenntnis, dass jeder und jede für sich das stimmige und passende Vorgehen beim Schreiben für sich selber herausfinden muss.

Besonders gefreut hat auch das Feedback der Berufsschullehrerin, die unsere Bücher begeistert im Unterricht einsetzt und erklärt hat, sie habe in den da bux Büchern nach langem Suchen endlich DEN Lesestoff für ihre SchülerInnen gefunden, Lesestoff, der trotz der Kürze mit gut gezeichneten (und keinen holzschnittartigen) Figuren und spannenden, den Nerv der Jugendlichen treffenden Geschichten überzeuge.

Am Ende gab’s sehr feine Knabbereien und viele persönliche Gespräche.

Kurz: Es war der perfekte Abend am perfekten Ort. DANKE an Anne Wieser und das Aargauer Literaturhaus. Sehr gerne wieder einmal!

Und hier noch das Beweisbild:

Edition 4 – gedruckt in Gossau SG

Wie läuft eigentlich die Buchproduktion ab? Wie entsteht ein Buch? Wir geben Einblicke in die Produktion der Edition 4.

Schweizer Jugendbücher und das ab sofort 100 %! Die Edition 4 wurde in der Schweiz gedruckt – und das sogar in unserem Heimatkanton bei der Cavelti AG in Gossau SG. Damit erreicht der da bux Verlag einen weiteren Meilenstein. Von Anfang an war es uns wichtig, dass unsere Idee von “Schweizern Jugendbüchern” konsequent umzusetzen. Unsere Auflagenzahlen haben sich seit Verlagsstart positiv entwickelt und wir könnnen jetzt mit grösseren Startauflagen kalkulieren. Dadurch ist der Druck in der Schweiz realistisch geworden. Wir freuen uns, dass wir mit der Cavelti AG in Gossau SG eine kompetente Partnerin quasi direkt vor unserer Haustür gefunden haben!

Wie sieht es aus, wenn die Bücher gedruckt werden? Hier bekommt ihr Einblicke hinter die Kulissen:

Vier Jugendbücher, die an Tabus rütteln: Die Edition 4

In “Sex-Ding” von Petra Ivanov setzt ein Nacktbild einer Schülerin eine unheilvolle Dynamik in Gang. Sunil Mann erzählt in “Totsch” von einem Jugendlichen, der ein Geheimnis hat. Alice Gabathuler präsentiert mit “Krawallnacht” ein innovatives Jugendbuch-Projekt: eine Geschichte erzählt aus zwei Perspektiven. Ihr Buch gibt es zwei Mal – als “Krawallnacht – Alina” und als “Krawallnacht – Kilian”. Die Edition 4 erscheint im September und kann ab sofort vorbestellt werden.

Fadi starrt auf sein Handy und glaubt nicht, was er sieht. Nackte Brüste. Die von Sonja aus seiner Klasse. Er sollte das Foto löschen. Tut er aber nicht. Er zeigt es seinem Kumpel Micky. Und der schickt es weiter … Petra Ivanov hat mit SEX-DING ein wunderbares Buch über den leichtsinnigen Umgang mit privaten Fotos geschaffen.

Weitere Informationen und Leseprobe

Wegen seiner grossen Klappe hat Olaf Ärger: mit der Lehrmeisterin, mit fiesen Typen, mit sich selber. Nur wenn es um sein Geheimnis geht, wird Olaf ganz still. Und immer begleitet ihn das Gefühl, ein Totsch zu sein. Sunil Mann hat ein subtiles Buch übers Erwachsen werden geschrieben. TOTSCH handelt von Identitätssuche, Sehnsüchten und Hoffnungen – und von einem Coming-Out.

Weitere Informationen und Leseprobe

Alina fährt zu ihrem ersten Date mit Linus. Alles läuft perfekt. Doch dann bricht in der Stadt das Chaos aus. Gewalt, Zerstörung, Krawall. Mitten drin Alina und Linus. Als sie Zeugen eines brutalen Angriffs werden, müssen sie sich entscheiden: wegsehen oder eingreifen. Alice Gabathulers Buch ist eine sanfte Liebesgeschichte mitten im Chaos von Ausschreitungen rund um ein Fussballspiel in Luzern. Abgesehen von der Beziehungsgeschichte zwischen Alina und Lina geht es in KRAWALLNACHT – ALINA alles andere als sanft zu und her. Die selben Ereignisse schildert die Autorin im “Bruderbuch” KRAWALLNACHT – KILIAN aus der Perspektive von Linus’ Freund Kilian.

Weitere Informationen und Leseprobe

Bookstar 2019: “Erwischt” von Katja Alves nominiert!

Herzliche Gratulation, Katja Alves! Jugendliche haben ihr Buch “Erwischt” für den Schweizerischen Jugendbuchpreis Bookstar 2019 nominiert. Ab 1. Mai können Jugendliche auf bookstar.ch für die 20 Nominierten voten.

Anstatt Jugendliteratur von einer erwachsenen Fachjury bewerten zu lassen, macht sich der Buchpreis BOOKSTAR für die Meinung der Jugendlichen selbst stark und ist damit einzigartig im deutschsprachigen Raum. Jugendjurys aus dem Sportgymnasium Davos, den Schulen Hirschengraben Zürich, Rorbas-Freienstein, Walenbach-Wetzikon, Wettswil, Wetzikon-Seegräben und dem Lyceum Alpinum Zuoz präsentieren ihre 20 Lieblingsbücher des letzten Jahres. Jugendliche ab 12 können die ausgewählten Bücher bis zum 30. September lesen, bewerten und kommentieren. Das Buch mit den besten Bewertungen wird an der öffentlichen Preisverleihung vom 25. Oktober – anlässlich von «Zürich liest‘19» – zum BOOKSTAR 2019 gekürt.

Wir drücken Katja die Daumen und sind schon gespannt auf die Rezensionen der Jugendlichen. Danke an alle, die für “Erwischt” voten!

Infos zu Bookstar

“Erwischt”

Erwischt
Cover “Erwischt” von Katja Alves

Esme nervt sich. Über Magalie, die nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Über die arrogante Neue, die nur ihren Influencer-Quatsch im Kopf hat. Über Fabio, der Esme kaum mehr beachtet. Esme rächt sich. Doch dann droht plötzlich alles aufzufliegen.

Weitere Informationen und Leseprobe

1665 Stimmen für da bux – für das Jugendbuch

Als eines von 35 Ostschweizer Unternehmen hat der da bux Verlag beim Voting zum Jungunternehmerpreis der St. Galler Kantonalbank teilgenommen. Wir sind von der grossen Resonanz überwältigt und hätten nie damit gerechnet: 1665 Personen stimmten per SMS für den da bux Verlag. Damit landeten wir auf Platz 2 und konnten 34 hippe Startups und eCommerce-Unternehmen hinter uns lassen – ein schönes Signal für den da bux Verlag, für die Jugendbücher!

Ein grosses Dankeschön an unsere Community, die alles gegeben und bis zum Schluss mitgefiebert hat. Nur dank euch haben wir diese sensationelle Ergebnis erreicht. Für uns hat sich die Teilnahme gelohnt. Wir erhielten per E-Mails und auf Facebook, Twitter und Instagram zahlreiche Rückmeldungen zu unseren Büchern und konnten ein neues Publikum auf da bux aufmerksam machen.

Alice Gabathuler, Stephan Sigg und Tom Zai

da bux im Rennen um Publikumspreis Jungunternehmerpreis Startfeld Diamant St. Galler Kantonalbank

Der da bux Verlag bereichert mit seinen Jugendbüchern nicht nur die Schweizer Verlagswelt, sondern auch die Startup-Szene im Kanton St. Gallen.

Jetzt geht der Verlag aus Buchs ins Rennen um den Publikumspreis beim Jungunternehmerpreis Startfeld Diamant der St. Galler Kantonalbank. Das Voting läuft bis 18. Februar – Alice Gabathuler, Stephan Sigg und Tom Zai freuen sich über eure Unterstützung!

Wir hoffen, mit diesem Preis viele neue Leserinnen und Leser auf unsere Jugendbücher aufmerksam machen zu können. Ihr könnt uns ganz einfach unterstützen per SMS – zur Abstimmung



Sekundarschule Altnau gewinnt Lesung mit Katja Alves

Zum Start der Edition 3 verloste der da bux Verlag eine Lesung mit Katja Alves. Viele Schulen und Bibliotheken aus der ganzen Schweiz nahmen teil. Bei der Verlagsparty in Dietikon zog Katja Alves die Gewinnerin: 

… die Sekundarschule Altnau! Gross war die Freude bei der Bibliothekarin und Schülerinnen / Schüler, als sie von ihrem Gewinn erfuhren.

Katja fährt an den Bodensee …

Am 5. Dezember war es endlich soweit: Katja Alves reiste von Zürich in den Kanton Thurgau an den Bodensee und las aus ihrem Jugendbuch „Erwischt!“ vor – und stiess auf begeistertes Echo.

„Lustig und unterhaltsam!“, bezeichnete die Bibliothekarin die Lesung. „Es war erstaunlich, wie viele Themen aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler Katja Alves angesprochen hat: Berufswahl, PeerGroup, Eifersucht, Liebe und auch Computer-Trends hat.“ Die Jugendlichen waren begeistert, es wurde gelacht und viele Fragen gestellt.

Sekundarschule Altnau ist da bux Fan: Katja Alves wurde mit dieser Vitrine begrüsst. Einfach schön, dass da bux in dieser Bibliothek schon mit so vielen Büchern vertreten ist!

Weitere Informationen zu “Erwischt”

Jugendliche wählen “Hau ab, Bruderherz” auf die Shortlist von Bookstar 2018

Gross ist die Freude bei da bux und Autor Franco Supino: Das Buch “Hau ab, Bruderherz” steht auf der Shortlist von Bookstar 2018. Das Besondere an diesem Wettbewerb: Die 20 Bücher wurden ausgewählt von einer Jugendjury aus den Schulen Hirschengraben Zürich, Rebhügel Zürich, Rorbas-Freienstein, Walenbach-Wetzikon, Wetzikon-Seegräben. Und es sind Jugendliche aus der ganzen Deutschschweiz, die ihren persönlichen Favoriten küren. Anstatt Jugendliteratur von einer erwachsenen Fachjury bewerten zu lassen, macht sich der Bookstar für die Meinung der Jugendlichen selbst stark und ist damit einzigartig im deutschsprachigen Raum.

International bekannte Autoren

Neben Franco Supino sind auf der Liste einige international bekannte Jugendbuchautorinnen und -autoren zu finden, viele der Bücher sind bei namhaften Verlagen erschienen. Gerade deshalb ist es für den jungen da bux Verlag eine besondere Ehre und Auszeichnung, auf dieser Liste präsent zu sein.

Das Online-Voting startet am 1. Mai 2018 und läuft bis 30. September 2018. Voten können alle Jugendlichen ab 12 Jahren.

Mehr zu Bookstar und den Nominierten

Wir drücken Franco Supino die Daumen!

Informationen und Leseprobe “Hau ab, Bruderherz”

Edition 2 unter dem Weihnachtsbaum

Die da bux Edition 2 kommt an: Von “Hau ab, Bruderherz” (Franco Supino), “Oda ist weg” (Andrea Gerster) und “Voll Risiko” (Alice Gabathuler) ist bereits die 2. Auflage erhältlich – und das nach knapp drei Monaten! Das Verlagsteam freut sich, dass auch Edition 2 bei Leserinnen und Lesern so gut ankommt. Die Autorinnen und Autoren der Editionen 1 und 2 waren in den letzten Wochen an vielen Schulen in der ganzen Schweiz zu Gast, lasen aus ihren Büchern und diskutierten mit Schülerinnen und Schüler über ihre Geschichten und das Schreiben.

Die Bücher der Edition 2 und 1 eignen sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk für Jugendliche und Erwachsene. Neugierig gemacht? Stöbern Sie in unseren Leseproben!

 

 

“Den Jugendlichen möglichst direkt und auf Augenhöhe begegnen”

Interview mit Andrea Gerster zu ihrem Buch “Oda ist weg”.

Wie bist du auf die Idee zu «Oda ist weg» gekommen? Was hat dich inspiriert?

Andrea Gerster: “Die Hauptfigur Konrad in «Oda ist weg» ist seines Aussehens und seiner Herkunft wegen geradezu prädestiniert gemobbt zu werden. Wird er aber nicht. Hat er einfach Glück? Oder liegt es an ihm? Die Antwort darauf habe ich in eine Story verpackt, die dramatisch, witzig, aber auch berührend ist. Inspiration für meine Kinder- und Jugendgeschichten bietet mir mein Leben in einer grossen Familie und meine Freude an Kindern, jungen und alten Menschen sowie an Tieren.”

Viele Jugendliche lassen sich heute kaum mehr zum Lesen motivieren: Wie willst du bei ihnen die Leselust wecken?

“Ich erinnere mich beim Schreiben an mein eigenes Lesen als Kind und Jugendliche. Geschichten, die lebensnah und spannend waren und eine Sache aus einer etwas anderen Perspektive beleuchteten, haben mich immer fasziniert. Aber eigentlich ergeht es mir auch heute als Erwachsene noch so: Bücher, die eine etwas andere Sicht auf ein Geschehen zulassen, empfinde ich meistens als gut.”

Es ist nicht einfach, für Jugendliche zu schreiben bzw. sie authentisch zu schildern: Wie ist dir das gelungen? Was hast du da für Tricks?

“Ich erzähle so, wie ich auch mit Jugendlichen rede: Möglichst direkt, auf Augenhöhe und immer gern mit Witz und Humor. Dazu vermeide ich es, mich mit Jugendslang anbiedern zu wollen.”

Du hast deine Geschichte bereits bei Schullesungen getestet: Welche Reaktionen hast du bekommen? Wie haben sie auf die Protagonisten der Geschichte reagiert?

“«Oda ist weg» ist sehr gut angekommen. Es wurde oft und an den richtigen Stellen gelacht. Ich vermute, die Jugendlichen konnten sich gut mit dem Protagonisten, in diesem Fall einem typischen Antihelden, identifizieren. Ein bisschen Konrad steckt wohl in uns allen. Natürlich wurde danach gefragt, wie die Geschichte denn nun ausgehe oder wo Oda eigentlich stecke. Ausserdem wollten die Jugendlich wissen, wo sie das Buch kaufen können.”

Leseprobe und weitere Informationen zu “Oda ist weg”

Oda ist weg

Vernissage in der Kantonsbibliothek Frauenfeld: Bühne frei für Edition 2!

Mit einer Vernissage in Frauenfeld lancierte der da bux Verlag die Edition 2. Moderatorin Evelyn Schertler Kaufmann, Präsidentin des Thurgauer Rezensionsmagazins “jugendliteratur_aktuell”, stellte die Autorinnen und Autoren und ihre Werke vor und entlockte in Interviews spannende Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte der vier neuen da bux-Bücher.

Alice Gabathuler, Franco Supino, Tom Zai und zuletzt Andrea Gerster, für die die Vernissage in der Thurgauer Kantonshauptstadt ein Heimspiel war, lasen kurze Ausschnitte aus ihren Geschichten vor. “Vier ganz verschiedene Bücher, jedes mit einer ganz eigenen Erzählsprache”, sagte Evelyn Schertler am Schluss der Veranstaltung, “Es lohnt sich, in alle einen Blick hineinzuwerfen.”

Am 20. September findet die zweite Vernissage statt: da bux ist zu Gast in der Bibliomedia Solothurn – dieses Mal ein Heimspiel für Franco Supino.

“Selten beim Lesen so sehr aus tiefstem Herzen gelacht”

Interview von Stephan Sigg mit Alice Gabathuler, die drei der da bux Bücher der Edition 2 lektoriert

Du steckst mitten im Lektorat der neuen Texte. Wie ist die momentane Befindlichkeit: genervt, beeindruckt oder erschöpft?

Alice Gabathuler: “Glücklich und motiviert, weil wir für 2017 wieder tolle Geschichten haben. Dankbar für die extrem gute Zusammenarbeit mit den AutorInnen und meinen beiden Mitverlegern. Zuversichtlich für unseren Verlag. Voller Optimismus, Schwung und Energie für die nächsten anfallenden Arbeiten.”

Worauf achtest du beim Lektorieren der da bux-Texte besonders?

“Ganz wichtig: Ich begegne den Texten mit sehr viel Respekt, weil ich weiss, wie viel Arbeit hinter ihnen steckt. Auch oder vielleicht gerade bei den da bux Geschichten, die ja einfach zu lesen sind, denn aus eigener Erfahrung weiss ich: einfach zu schreiben ist etwas vom Schwierigsten. Worauf ich achte: Logik, allfällige Plotlöcher, Schlüssigkeit und Stimmigkeit der Figuren und der Geschichte, der Zielgruppe angepasste Erzählsprache, Sprachrhythmus. Ganz wichtig ist es dabei, jeder Erzählsprache ihren Charakter zu lassen.”

Mit welchen Tricks, mit welcher Strategie entdeckst du die Schwachstellen eines Textes?

“Den lektorierten Text eine Weile ruhen/liegen lassen und dann noch einmal durchgehen. Der allerbeste Trick ist lautes Vorlesen des Textes, nachdem ich meine Anmerkungen gemacht habe. Da zeigt sich dann, was ich übersehen habe.”

Zwischen AutorInnen und LektorInnen kommt es nicht selten zu Konflikten: Wollen deine AutorInnen immer noch mit dir Kaffee trinken gehen, nachdem sie den von dir lektorierten Text zurückbekommen haben?

“Das hoffe ich sehr, aber da musst du die AutorInnen fragen. Ich finde, gute Textarbeit ist ein Miteinander. Sowohl AutorIn als auch Lektorin möchten das Beste für den Text. Meine Anmerkungen sind nie Befehle, sondern Fragen oder Vorschläge. Am Ende muss der Text für alle stimmen.”

Wer hat das letzte Wort – die Autorin oder die Lektorin?

“Beide gemeinsam. Manchmal geht eine Textstelle mehrmals hin und her, bis beide zufrieden sind. Ganz wichtig: Es sind die Texte der AutorInnen, von denen jeder und jede eine einzigartige Erzählsprache hat. Die muss unbedingt erhalten bleiben. Manchmal würde ich als Autorin einen anderen Ausdruck verwenden, aber der Ausdruck muss nicht zu mir, sondern in den vorliegenden Text passen. Mir ist der Dialog wichtig. Natürlich ist das zeitaufwendiger als einfach Anmerkungen in einen Text zu schreiben, aber mir gefällt diese intensive Art der Auseinandersetzung mit einem Text.

Inwiefern haben sich die da bux-Texte der Edition 2 durch dein Lektorat verändert? Kannst du uns ein Beispiel nennen.

“Einige Plotlöcher oder kleine Ungereimtheiten sind verschwunden. Das war vor allem bei Franco Supino sehr wichtig, der sich an eine Riesenherausforderung gemacht hat, indem er ein Land erschaffen hat, in der alles stimmig sein musste, etwas vom Schwierigsten, das man als Autor tun kann. Ich habe grossen Respekt davor – selber hätte ich das nämlich nicht gekonnt. Die Texte sind noch kondensierter und damit präziser geworden, weil Lektoren sie mit anderen Augen sehen und auch weniger Hemmungen beim Kürzen haben. Das gibt ihnen noch mehr Intensität – was bei Tom Zais Geschichte zu einem wahren Höllenritt geführt hat (das es vorher schon, jetzt noch mehr).

Zu Andrea Gersters Geschichte möchte ich gerne etwas sagen, dass nicht direkt mit deiner Frage zu tun hat, das ich jedoch unbedingt loswerden möchte: Ich habe selten beim Vorlesen eines Textes so sehr aus tiefstem Herzen gelacht. Der Humor in Andreas Geschichte ist einfach wunderbar, ihre Figuren sind so wahnsinnig lebensecht und liebenswürdig.

Ist das Lektorieren auch eine Schreibschule für dich als Autorin?

“In gewisser Weise ja. Jede intensive Auseinandersetzung mit einem Text ist ein Lernen über das Schreiben. Ich kann daran wachsen und das gefällt mir.”

Wie hat sich dein Blick auf deine Lektorinnen verändert? Was ist dir bewusst geworden?

“Ich empfand mich als extrem viel strenger als es meine Verlagslektorinnen je mit mir waren. So sehr, dass ich mich gefragt habe, ob ich nicht zu hart und zu kritisch lektoriere. Andererseits ist es ja genau das, was ich mir wünschen würde: eine intensive Auseinandersetzung mit dem Text.

Zum Glück habe ich seit Kurzem einen neuen Lektor. Es ist Verlagskollege Tom Zai. Er hat meine drei Geschichten für das Buch „Voll Risiko“ genauso hart, erbarmungslos und im Dienst des Textes lektoriert wie ich das tue. Es ist, als lege man seinen Text auf einen Seziertisch, nehme ihn auseinander, gucke sich alles gründlich an, um dann aus etwas Gutem etwas sehr Gutes zu machen. Und das in gegenseitigem Respekt und vor allem in einem intensiven Austausch. Wenn du abschliessend die Kaffetrinkfrage in Bezug auf Tom Zai stellen würdest: Ja, ich ginge jederzeit und immer wieder gerne mit ihm einen Kaffee trinken.”

 

Die Bücher der da bux Edition 2

 

Workshop für Bibliothekarinnen aus Tschechien

Wie steht es eigentlich um die Leseförderung in … Tschechien? Eine besondere Premiere für das da bux-Team: Im Rahmen des Kulturaustausches “Kanton St.Gallen – Liberec / Tschechien” hat der Kanton St. Gallen Anfang Mai Alice Gabathuler, Stephan Sigg und Tom Zai eingeladen, den Bibliothekarinnen aus Tschechien das Konzept von da bux und die Bücher der Edition 1 vorzustellen. Das Verlagsteam erfuhr bei diesem besonderen Workshop  einiges über die Leseförderung in Tschechien.

“So etwas fehlt bei uns!”

Gespannt lauschen die Bibliothekarinnen den Ausführungen des da bux-Teams. Alice, Stephan und Tom können sich bei diesem Workshop jeweils nach ein paar Sätzen eine Pause gönnen – ein Dolmetscher übersetzt auf Tschechisch und zurück. “Uns ist es wichtig, dass wir uns austauschen können”, sagt Alice zu den Zuhörerinnen. Und dieser Austausch nimmt trotz Sprachbarriere schnell Fahrt auf. “Ein solches Projekt gibt es bei uns nicht”, so die Bibliothekarinnen, “dabei machen auch wir die Erfahrung, dass Jugendliche immer weniger lesen und sich mit Lesen schwer tun.” Besonders im Trend seien bei Tschechischen Jugendlichen momentan Fantasy-Bücher und “Gregs Tagebuch”. Doch als sie von den Themen der Edition 1 von da bux erfahren, nicken sie sofort zustimmend: Fitnesssucht, jugendliche Raser, Mobbing und Rollenbilder – alles Themen, die auch den Jugendlichen in ihrer Heimatstadt Liberec auf den Nägeln brennen.

“Eure Geschichten müsste man übersetzen!”, wirft eine Bibliothekarin lachend ein. Dieser Wunsch wird gleich erfüllt: Stephan Sigg und Tom Zai lesen Ausschnitte aus ihren Büchern vor – und werden dabei live vom Dolmetscher übersetzt. Und schon ist der Workshop zu Ende. “Na shledanou!”, verabschieden sich die Bibliothekarinnen und versprechen, über Facebook mit da bux in Kontakt zu bleiben.

Filmmaterial

Filmmaterial

Filmmaterial

Filmmaterial

Die ersten Videos im Channel stammen von unserem Workshop mit tschechischen Bibliothekarinnen in St.Gallen. Speziell ist die sympathische und offenbar witzige Simultanübersetzung des Dolmetschers Jan Hanzl. Mehr zu diesem spannenden Anlass demnächst auf dieser Seite …

Das Filmmaterial wird laufend erneuert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Buchtrailern und unseren Events.

Der YouTube Channel von da bux

Hier geht es direkt zum YouTube Channel von da bux.

Frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr!

Weihnachten

Das Team von da bux dankt allen Freundinnen und Freunden des Verlags, den Kundinnen und Kunden und nicht zuletzt unseren Autorinnen und Autoren für ein wunderbares 2016, mit dem unser Verlag fulminant gestartet ist.

Fürs neue Jahr freuen wir uns auf viele zufriedene Leserinnen und Leser und besonders auf unsere Edition 2.

Lasst es euch gutgehen und vor allem gutlesen!

Herzliche Grüsse, eine frohe Zeit und ein glückliches 2017 wünschen

Alice, Stephan und Tom

da bux im Fernsehen

da bux im Fernsehen

Es begann mit einer Mail. Sie kam von Stephan Sigg und ging ungefähr so: Anschnallen, wir dürfen ins …

Fernsehen

Zuerst ein paar Worte zum etwas seltsam anmutenden Begriff Anschnallen. Er bezieht sich nicht auf unsere Fahrweise – weder in Bezug auf unsere Autos noch im Bezug auf ein gemeingefährliches Lenken unseres Verlags. Anschnallen wurde irgendwann in diesem Frühjahr, als uns die guten Rückmeldungen zu überrollen begannen, zum verlagsinternen Mailbetreff für sensationelle Nachrichten. Es gab einige dieser Anschnallen-Mails. Zum Beispiel Zusagen von Unterstützern wie der Gemeinde Buchs, Südkultur oder der Ortsgemeinde Walenstadt. Oder als verschiedene Medien über uns berichteten. Und dann eben die Anschnallen-Mail zur Einladung ins Fernsehen. Zehn Minuten Live-Talk auf tvo, das Ostschweizer Fernsehen.
Erste Freude des Tages:  Wir wurden in den Zeitungen angekündigt.

Die perfekte Welle

Stephan und Alice (Tom konnte leider nicht dabei sein) treffen sich in St.Gallen am Ende von Gleis drei und nehmen dann den Bus zum Fernsehstudio hinaus. Während sie durch die Strassen tuckern reden sie – natürlich – über den Verlag und wie wahnsinnig sich das gerade alles anfühlt. Die perfekte Welle halt. Nein, nervös sind sie nicht, eher so ein bisschen wie Kinder im Spielzeugladen. Freudig aufgeregt.

Styling

Im Studio werden sie extrem nett empfangen und betreut. Nach einem Kaffee geht’s in die Maske. Alice ist total geplättet, weil es dort aussieht wie sie es aus Filmen kennt. Samt Lämpchen am Spiegel. Stephan ist total locker – Alice etwas … ach guckt selber. Das Bild spricht für sich.

da bux im Fernsehen

da bux im Fernsehen

Kurze Zeit später ist auch Alice hell begeistert. Catherine Hübner hat einen Superjob gemacht! Man sieht nicht jeden Tag auf einen Schlag zwanzig Jahre jünger aus. Na ja, zehn … aber zehn ist auch nicht schlecht.

da bux im Fernsehen

Vorbereitung

Zwischendurch werden die Mikrophone angeheftet und dann sollen Alice und Stephan ins Studio zum Probesitzen – wer sitzt wo, damit die drei Kameras alle erfassen können? Die Ansprechpartnerin und Betreuerin Christine Hengartner ist stets dabei. Gut gelaunt und bestens informiert lotst sie durch die Vorbereitungen und erklärt den Programmablauf.

ba bux im Fernsehen

Natascha Verardo, die das Gespräch mit Alice und Stephan führen wird, begrüsst die beiden. Sie plaudern über dies und das und den Verlag – aber nicht darüber, welche Fragen Natascha stellt. Das passt perfekt, denn die besten Gespräche sind die spontanen – vorgekaute Fragen durchnudeln wirkt für die Zuhörenden langweilig.

Auf Sendung

Das Gespräch vergeht wie im Flug. Natascha ist top vorbereitet, perfekt gebrieft von Christine. So macht Fernsehen Freude! Alice und Stephan sind ganz im Moment gefangen und brauchen noch etwas Distanz, bis sie sich die Sendung zu Hause ansehen. Wer auch gucken will: Hier der Link zum Beitrag im tvo.

Nach der Sendung geht’s noch einmal ins Studio für ein Erinnerungsfoto mit Natascha.

da bux im Fernsehen

Nach der Sendung ist vor der Sendung 😉

Nach dem Auftritt macht Stephan seinem Namen als Medienverantwortlicher für den Verlag alle Ehre und schickt schon vor dem gemeinsamen Essen erste Fotos und Texte durch die Social Media Plattformen. Ja: So sieht ein total glücklicher Verleger aus!

da bux im Fernsehen